Die Seele – was ist sie eigentlich...?                                                           << Zurück


von Joern aus S-H am 12.01.2002
Nichts auf dieser Welt ist unvergänglich, die Menge an Masse bleibt imer konstant.

Stirbt ein Lebewesen, gehen seine Bestandteile in den Kreislauf der Natur zurück,warum soll-
te es mit der Seele anders sein? Nur weil wir ihre Erscheinungsform noch nicht genau ken-
nen? Würde die Seele den selben Nutzen für zukünftiges Leben nehmen wie die anderen
Stoffe unseres Körpers, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass unter günstigen Umstän-
den, Erinnerungen weitergegeben werden könnten. 

Für Prophezeiungen kommt dies aber wohl nicht in Frage. Aber auch diese These ist nur rei-
ne Spekulation...

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von Ray am 13.01.2002
Ich persönlich halte die Seele für ein kleines Teilchen, ein sehr kleines Teilchen, von einer
elementaren Gesamtenergie.

Verlässt dieses Teilchen (die Seele) den Körper, wird sie wieder Teil des Ganzen und nichts
in dieser Welt wird daraus wieder jene Seele, jene gleiche Energie, zusammenstellen können,
mit all den Erfahrungen und Ängsten und Freuden des früheren Trägers, wie zuvor.

Das ist wie ein ein Glas Wasser, das man mit einigen Wasserflöhen darin, Mikroorganismen
usw. in einen See schüttet. Auch dieses Glas wird man in der gleichen Zusammensetzung
niemals mehr herausfiltern können. Somit kann unsere Seele nur aus tausend vorangegange-
nen Faktorenteilchen bestehen.

Sie entwickelt sich in uns, und wir uns mit ihr. Und wenn nun jemand aus dieser Teilchen-
masse, die hauptsächlich aus dem eigenen Bewusstsein und Unterbewsstsein entstehen
kann, Dinge aus früheren Leben hervorzaubert (z.B. Reinkarnation), dann bin ich da immer
ziemlich skeptisch. Das bisschen Energie, was nach dem Tod in Teilchen vielleicht in ande-
re einfliesst, wird so minimal sein, dass man daraus sicherlich nicht auf ein früheres Leben
schliessen kann.

Tja, das war mein "Seelenbeitrag". Muss nicht stimmen, aber damit kann ich ganz gut leben.
Ich bin Ich. Du bist Du. Danach biste weg, wie die Seele von einem Regenwurm, welcher von
einem Huhn gefressen wird, dieses landet im Kochtopf, dann in unserem Magen und wir in
irgendeinem Sarg - wo blieben da die ganzen Seelen?

(p.s: Ich weiss selber, dass das alles zu profan klingt !!!)

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von Sybill am 14.01.2002
Die Seele nur ein Energieteilchen?

Daran glaub ich persönlich nicht einfach so, und könnte das auch mit 'nem Fakt aus meinem
Freundeskreis beweisen. Angeblich verflüchtigt sich die Seele, wenn sich der Körper einem
todesähnlichen Zustand nähert. Dann schwebt sie vom Menschen weg. Wie sieht das aber
aus, wenn man sich die Seele einer Person mit einer multiblen Persönlichkeit anschaut...?

Es gibt viele Theorien einer Ursache. Man hat jedoch festgestellt, dass sich während des
Persönlichkeitswechsels nicht nur die Stimmlage, Gesichtsausdruck, Körperhaltung und
Charakter ändern sondern auch die Farbe der Augen.(eine meiner Freundinen hat diese Ab-
artigkeit tatsächlich auch bei einem so erkrankten Verwandten beobachten können). Hat
die Seele etwa DARAUF Einfluß? Warum nicht...?

Erst nach der Entwicklung der Pigmentzellen einer Babyhaut enstteht auch die Augenfarbe.
Eine Seele oder die Geisteswahrnehmung wächst mit dem Alter. Also wäre es theoretisch
gar nicht möglich, dass die Seele eine Veränderung der Augenfarbe bewirken kann. Da wi-
derspreche ich mir, wie es aussieht. Wie kann das sein ?

An so einer Seele ist scheinbar mehr Physik dran, als Mysteri. Ich denke aber schon, dass
dieser kranke Mensch das Phänomen besitzt ein Gefäß der Seelen zu sein. Was passiert
mit den Seelen, die nicht gerade aktiv sind? Kommen und gehen sie? Kennen sie den Weg
zwischen den Dimensionen ? Scheinbar ja. (Da könnte man schon in die Geisterlehre über-
greifen.)

Nach Ray´s Theorie hätten die Teilchen Platz genug in einem Hirn und werden je nach Stärke
zurückgedrängt, wie die hungrigen Welpen von der Mutterzitze. In diesem Fall ist es eine Sy-
napse, welche die Ich-Funktionen weiterleitet. Schlaue Teilchen, die wachsen und wachsen
können, wenn sie alleine im Menschenkörper sind und sich so zur Seele entwickeln...? Aus-
gewachsen und reich an Erfahrung, verlassen sie dann den Körper, um wie in der buddhisti-
schen Religion die nächste Ebene des "Seins" zu erreichen?

Das klingt sehr logisch. Fast zu logisch; dass man sich schon wieder wünscht die Seele als
unerforschtes, mystisches Gebiet stehen zu lassen. Insgesamt stell ich mir die Seele als ein
vom Körper produziertes intelligentes Energiebündel vor. Möglicherweise auch aus einem Teil-
chen entstanden, Ray. Teilchen, die änlich wie Neutrinos so durch Raum und Masse fliegen,
um irgendwo einmal anzudocken.

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von Ray am 14.01.2002
Das mit den Teilchen, Sybill, die irgendwo 'andocken' könnten, gefällt mir. Da werde ich mal
eine Stunde philosophischen Nachdenkens darauf verwenden. Das würde vieles bis alles er-
klären. Und möglich könnte es sein, dass sich einiges, und wenn nur zufällig, zum großen
Teil seiner Gesamtheit erhält.

Ich hatte das vorher als so eine Art von Radiowelle-Empfänger-Zusammengespiel betrachtet.
Ist der Empfänger kaputt, kann auch die sich in ihm produzierende Energie nix mehr anfan-
gen, wird frei und 'schwebt davon'. Doch das mit dem Teilchen, das einen Grossteil seiner
Existenz beibehält, leuchtet irgendwo ein. Es unterliegt zwar eigenen Gesetzen, wird sich
verändern, ausdehnen, schrumpfen, sich vielleicht teilen, aber es bleiben Restwerte an Er-
fahrungen, Erinnerungen, Empfindungen bestehen.

Ja. Doch. So habe ich das noch nie gesehen. Allerdings verfüchtigen sich damit nicht meine
Basisvorstellungen, dass eben nur winzige Bruchteile unseres ICHs auf unsere Nachkommen
verteilt werden können. Jedem ein Tröpfchen nur, aber verteilte Erfahrungssplitter über der ge-
samten Menschheit ausgeschüttet könnte den Wandel und das Dazulernen von ganzen Ge-
nerationen und Epochen abstrakt erklären.

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von Joern am 14.01.2002
Kann sein,dass es tatsächlich so einen Seelenpool gibt, der ständig in unbekannter Form um
uns alle herumschwirrt und beim Entstehen von neuem Leben, mittels irgendeiner Energie
angezapft wird?

Diese Seelenteilchen könnten sogar artübergreifend gesammelt sein. Was das Leben dann
daraus macht, hängt vom Aufbau des Hirns ab und der wiederum ist erblich. Superschlaue
Leute bekommen in der Regel auch einigermaßen intelligente Kinder (es sei denn, der trotte-
lige Milchmann wurde mal beansprucht).

Kennst du eigentlich das Buch"Schlaflos"von Stephan King? Ist zwar reine Fiktion, aber er
hat da die Seele als dunstigen Lebensfaden beschrieben, der bei der Durchtrennung einfach
ballonmässig entschwebt. Hatte mir das Buch geholt, weil ich bei meinen akuten Schlafstö-
rungen, mir alleine beim Titel irgenteine Hilfestellung erhofft hatte – es kam natürlich genau
andersrum!

Erfahren werde ich die Wahrheit über die Seele aber doch irgentwann – wenn ich das Zeitliche
segnen werde. Ob der Nossi einen spirituellen Zugang zu so einer Seelenansammlung gefun-
den hat, passt irgendwie nicht ins Bild, es sei denn, die Seelen würden sich in einem zeitlo-
sen Zustand befinden...

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