Was sind Prophezeiungen? Woher kommen sie...?             << Zurück


von atlan aus stuttgart am 12.10.2001

Ihr seid so voller wissen, Ihr habt soviel recherchiert und seit voll am machen und tun. Ich finde
das toll von Euch. Ich weiß nicht, ob das irgendwann mal zu einem greifbaren Ergebnis führen
wird, doch ich hoffe darauf.

Macht weiter so! Mich ärgert es sehr, daß es nicht möglich zu sein scheint, einen Weg zu
finden, die Zukunft in Griff zu kriegen. Ständig schlagen sich alle Menschen mit der Gegen-
wart rum und hoffen auf ein "Besser" in der Zukunft. Wenn man wüsste, was kommt, könnte
man sich vorbereiten und es wäre nicht ganz so schlimmm.

Warum ist das nur so schwer, da einen Zugang zu finden? Natürlich kann es an der Unfähig-
keit des Menschen zum freien, unabhängigen, vorurteilslosen Denken hängen. Der Geist hat
frei zu sein, um seine Ideen frei zu entwickeln. Unabhängig von der aktuellen Situation. viel-
leicht bremst uns das. Vielleicht hindert es uns, den Schlüssel für die Unendlichkeit zu fin-
den? Liegt da das Geheimnis der Prophezeiungen verborgen? Woher kommen sie..? Und
was sind Prophezeiungen?




von Patrix am 14.10.2001
Zum einen sind es mal Texte, wovon der Leser irgendwie annimmt, dass das Beschriebene
Ereignisse darstellt, die noch nicht erfolgt sind (gilt vor allem für grauselige Voraussagen).
Zudem ist es wie bei Elvis, wo in 300 Jahren noch Leute mit Schildern "Elvis lebt" rumlaufen
werden...

Und irgendwie fällt es dem Leser auch schwer, sich vorzustellen (angenommen, es wären
tatsächliche prophetische Angaben), dass irgendeine Passage bereits abgelaufen ist bzw.
sie wird (wohl aufgrund unserer sehr eingeschränkten bewussten Wahrnehmunsfähigkeit)
immer in die aktuelle (eigene) Lebensspanne gedeutet. Hierbei muss man sogar "Prophe-
tische Texte" von "Prophezeiungen" unterscheiden, denke ich.

Ersteres würde ich erst sagen, wenn es sich bereits bewahrheitet hätte, dass darin Prophe-
zeiungen stehen. Dann hat es wohl noch damit zu tun, dass wir negative Textinhalte (wie
Kriege, Zerstörung, Tod) irgendwie leichter behalten (oder wollen), wenn ein (wirklich) pro-
phetischer Text von Blümchen und Röschen und Tänzchen handeln würde, dann würde es
niemanden interessieren.

Nicht zu verachten ist auch der Punkt, dass sich jeder irgendwie im Leben in gewissen Din-
gen schuldig oder mitschuldig fühlt (oder ist), dann wird man schnell hellhörig auf Dinge,
und man nimmt sie dann sehr schnell persönlich.

Fazit: Prophezeiungen sind ein Propagandamittel, prophetische Texte sind rar. Heisst
aber nicht unbedingt, dass ein prophetischer Text als solches niedergeschrieben wurde (also
wenn ich jetzt niederschreibe "Hans küsst Maria" und das passiert irgendwo und haben z.B.
unbewust den Text gelesen, dann wär's für die Prophetie, für mich nicht... und mit 1000 mal
rund 30 Zeichen, kriegt man ne Menge Sätze hin, die für Hinz und Kunz eine Bedeutung
haben.

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von Torsten aus Dresden am 12.02.2002
Dummerweise haben es Prophezeiungen so an sich, erst hinterher erkennbar zu sein. Viel-
leicht liegt das daran, daß Propheten sowohl um den Wahrheitsgehalt als auch um die Über-
lagerung mit eigenen Erfahrungen, Anschauungen und Schlußfolgerungen wissen und des-
halb nur das übermitteln, was sie für prophetischen Inhalt halten.

Das wären demzufolge nur wichtige Wahrnehmungen, welche eben nicht in einem leicht er-
kennbaren Zusammenhang stehen. Was übrigens auffällt, ist, daß die meisten Prophezei-
ungen ähnliche Inhalte haben und sich ähnlicher Formulierungen bedienen. Das ist sicher
kein großes Wunder. Mal von den Propheten abgesehen, für welche Prophezeiungen ohne-
hin normal sind (Naturvölker), wird doch jeder erst mal versuchen zu überprüfen, inwieweit
seine Informationen mit denen früherer Propheten übereinstimmen.

Das birgt einerseits die Gefahr, seine eigenen Informationen zu "korrigieren" und andererseits
durch die Beschäftigung mit den anderen "neu" aus diesen zu schöpfen. Ob diese Überein-
stimmungen nun eher auf eine gemeinsame Grundlage hinweisen ("echte" Prophezeiungen)
oder autosuggestiv entstehen, könnte man nur an voneinander unabhängigen Prophezeiungen
überprüfen. Das setzte u.a. voraus, daß der Prophet noch nie mit der Bibel in Kontakt kam
und sich nicht mit fremden Kulturen befaßt hat. '

Ansonsten bleibt nur die Überprüfung anhand eingetretener Prophezeiungen. Dabei muß man
sich aber vorher (wie Ray mit Nossi) festlegen, wessen Prophezeiungen man denn nun über-
prüft (weil sonst sicher auf jeden Topf irgendein Deckel paßt).

Wenn aber nun Nossi Informationen mit Zeitbezug geliefert haben sollte, wären obige Über-
legungen hinfällig, da er ja selber zugibt, sowohl alte Informationen als auch eigene verwendet
zu haben. Das heißt, die Quelle wäre zwar im Einzelfall nicht mehr zu bestimmen, aber vor-
handen. Wenn man annimmt, die Quelle sei vorhanden, wären (wie ich schon geschrieben
habe) die Inhalte von Prophezeiungen zeitunabhängig übermittelte Informationen.

Der Emfänger wäre der Prophet (möglicherweise eine rudimentäre Struktur des ZNS). Da-
mit wäre auch die Möglichkeit einer Zeitzuordnung klar, da ja die Information aus einer "Rich-
tung" kommen müsste (wie immer das vorstellbar ist). Vielleicht deshalb der Hinweis auf die
Astrologie (welche wohl noch nicht von der Astronomie abgegrenzt war), nämlich aufgrund der
Richtung, in welcher die Erde sich zum Zeitpunkt der "Aussendung" befinden wird. Bei der Ge-
legenheit würde neben einem "Training" der Wahrnehmung (Erfahrung) und einer "Schwellen-
optimierung" (Tageszeit, Umgebung, Drogen) auch eine "Verstärkung" in Betracht kommen
(Däniken hatte mit seiner "Bundeslade" auch schon mal eine derartige Idee).

Wenn ich aber schon mal spekuliere, dann richtig:

Die Templer haben in den Ruinen von Jerusalem das Ding gefunden, in welches man sich rein-
setzt oder welches man sich über den Kopf stülpt, um Kontakt zu Gott oder späteren Gene-
rationen oder Außerirdischen (oder wem auch immer) aufzunehmen (zumindest passiv).
Nossi hat sich das Ding (nach den alten Schriften) nachgebaut, ein paar Drogen reingepfiffen,
bißchen geübt und dann fleißig drauflosprophezeit. Deshalb war er auch nicht wie andere Pro-
pheten davon abhängig, daß es "über ihn kommt".

Seine Astronomiekenntnisse erlaubten ihm die zeitliche Zuordnung. Diese Möglichkeit wäre
aus meiner Sicht einfach und logisch genug, um wahr zu sein. Man müßte mal darüber nach-
denken, wie das Überträgermedium aussehen könnte oder wo man seine Wirkungen außer-
halb von Prophezeiungen ablesen kann. Gerade bei Nossi könnten weitere Informationen ent-
halten sein, welche etwas näher die Umstände der "geheimen Studien" beleuchten. Als eine
der Möglichkeiten.

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