
Diese "schöne Dame", wie Bernadette sie nannte, ließ die Perlen eines
Rosenkranzes durch die Finger gleiten und Bernadette verstand dies als Zeichen,
ebenfalls den Rosenkranz zu beten. Vierzehn sol-cher Begegnungen folgten
ab dem dritten Mal mit einer zunehmend größeren Zahl von Dorfbewoh-nern,
Gendarmen und anderen Gesetzeshütern, welche dem Mädchen zunächst
mißtrauten. Für Bernadette folgte eine schwere Zeit, in der sie sich
zahlreichen Verhören von staatlichen Behörden, den eigenen Eltern und kirchlichen
Kommissionen stellen musste.
Die "schöne Dame" bittet Bernadette, für die Bekehrung der
Sünder zu beten und am Ort ihrer Er-scheinung durch den Pfarrer von Lourdes
eine Kapelle erbauen zu lassen, wohin man in Prozessionen wallfahren solle.
Bei der 9. Erscheinung am 25.02. 1858 wies sie das Mädchen an, mit den Händen
ein Loch zu graben; dort trat eine neue Quelle in der Grotte zutage, die mehr
und mehr zu sprudeln begann und deren Wasser schon bald wunderbare Krankenheilungen
bewirkte die berühmte Wunderquelle von Lourdes.
Immer wieder fragte Bernadette die Dame nach ihrem Namen. Aber erst bei der
letzten Begegnung, am 15. Erscheinungstag mit etwa 20 000 anwesenden Leuten,
offenbarte sich die Erscheinung mit den Worten: "Ich bin die unbefleckt Empfangene!"
Noch am gleichen Tag fand die wunderbare Heilung eines 2-jährigen Kindes statt.
Die schwer an Asthma leidende Bernadette trat 1866 in das Kloster Saint-Gildard
der Barmherzigen Schwestern in Nevers ein, wo sie ein zurückgezogenes,
bescheidenes und kurzes Leben führte. Sie starb dort bereits im Alter von
35 Jahren an Knochentuberkulose.
Am 22. September 1909, also 30 Jahre nach ihrem Tod, wurde Bernadettes Leichnam
das erste Mal exhumiert und soll dabei völlig intakt aufgefunden worden sein.
1925 wurde anlässlich ihrer Selig-sprechung der unverweste Leichnam in einen
Glassarg gelegt und in die Kapelle des Klosters Saint-Gildard in Nevers (heute:
"Espace Bernadette Soubirous") überführt, wo er bis heute zu sehen ist. Man
bedeckte jedoch Gesicht und die Hände nach entsprechenden Abgüssen mit Wachsmasken,
bevor man den Leichnam in den Schrein legte.
Das neue Wunder von Lourdes


Die Prophezeiung
"Die lange Ruhe dieser sicheren
Stätte,
direkt angrenzend an die großen Berge der Pyrenäen,
wird nun für die 2. Vorsehung bereit gemacht.
Erhabene Körper, endlos für das Auge sichtbar!
Aus Hundert werden mehr als Tausend,
was vom hohen Himmel nicht fortgewischt werden kann!"
In dieser entschlüsselten Prophezeiung taucht
im Basis-Code der Familien-Name von Bernadette SOUBIROUS auf, sowie
das Datum vom 22. 9. 2009. Dieses Datum fällt exakt auf
den hundertsten

Die Hintergründe:
Die Geschichte des heute weltbekannten Wallfahrts-ortes Lourdes am Fuße
der Pyrenäen, beginnt im Jahr 1858 mit dem 14-jährigen Mädchen
Bernadette Sou-birous und einer seltsamen Erscheinung.
Bernadette schreibt später in einem Brief über ihre ers-te Begegnung
vom 11.02.1858:
"Ich
ging mit zwei Mädchen
an den Gave-Fluss zum Holzsammeln. Da hörte ich ein Geräusch und schaute nach
der Höhle hin. Dort sah ich eine Dame in weißen Gewändern. Sie trug ein weißes
Kleid, das mit einer blauen Schärpe gegürtet war. Auf jedem Fuß hatte sie
eine gelbe Rose von der gleichen Farbe wie ihr Rosen-kranz..."

